Balkantage

Von Teheran via Somalia und Belgrad nach Starnberg

Von Teheran via Somalia und Belgrad nach Starnberg

Von Teheran via Somalia und Belgrad nach Starnberg
12 Apr 2019

Den literarischen Abend im wunderbaren Ambiente des Hotels Bayerischer Hof eröffnete der bildende Künstler Rajko Musulin mit einem kurzen Kunstlied auf dem Alphorn. Julian Mantoan sagte ein paar Worte über das Balkantage-Festival, in dessen Rahmen die Veranstaltung stattfand, und über die Arbeit des Vereins Hilfe von Mensch zu Mensch. Elisabeth Carr von Kunsträume am See, die Kooperationspartnerin und Organisatorin des Abends, begrüßte die Anwesenden und erzählte etwas über die Geschichte des Traditionshotels, das in 1865 erbaut wurde.


Zwei Autorinnen und zwei Autoren stellten die Anthologie „Wir sind hier“ vor (Allitera Verlag), die die Erfahrungen von Geflüchteten und anderen Ankommenden sammelt – mal erzählerisch, mal lyrisch, nachdenklich und humorvoll. Weil es stets beide Seiten braucht, kommen darin auch Einheimische zu Wort.

Denijen Pauljević, der den Abend moderierte und die Gespräche mit den Autorinnen führte, begann mit dem Text über das Leben zwischen zwei Welten, zwischen Deutschland und Serbien – es ist wie in einem Schloss, weder im Himmel, noch auf der Erde. Und die deutsche Sprache ist die einzige wahre Heimat. Katja Huber (auch eine der Herausgeberinnen der Anthologie) las die Geschichte über eine eigenartige Begegnung von Menschen aus New York und München.


Es folgte die Geschichte von Ayeda Alavie, über den Iran/ Irak –Krieg, aus der Sicht eines kleinen Mädchens, symbolisch dargestellt durch einen kranken Körper. Am Ende las Fridolin Schley (ebenfalls der Herausgeber der Anthologie) aus seinem letzten Buch, über das Leben eines 15-jährigen Mädchens aus Somalia.

Musikalisch wurde der Abend von Constantin Maceasa, Klarinette, Rajko Musulin, Percussions, und Maxim Purkert – Gitarre und Mundharmonika, meisterhaft begleitet. Mit dem Trio sang Denijen Pauljević nach der Pause spontan das russische Volkslied „Schwarze Augen“. Das Hotelpersonal unterstützte wunderbar die Veranstaltung.

Und so erlebten die Anwesenden, die das Foyer bis zum letzten Platz füllten, eine Reise von Teheran über New York, ein somalisches Dorf, Belgrad und München bis nach Starnberg.




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