Literaturtag mit Ranka Nikolić, Mascha Dabić, Jagoda Marinić | 17. März 2019 | Gasteig, Raum 0.131

15:00 Uhr Gesprächsrunde "Literatur zwischen München, Belgrad, Rijeka, Zagreb, Graz und Münster"

Mit Ranka Nikolić, Mascha Dabić, Jagoda Marinić

Moderation: Alida Bremer
Musik: Laurent Prokopić
Begrüßung: Denijen Pauljević
Eintritt: 7€/5€



Ranka Nikolić wurde 1966 in Rijeka geboren, kam im Alter von drei Jahren nach Deutschland und lebt heute mit ihrer Familie in München – allerdings nicht, ohne ihrer Heimat Kroatien, der sie sich nach wie vor sehr verbunden fühlt, mindestens drei Besuche im Jahr abzustatten. Sie begann bereits als Jugendliche mit dem Schreiben von Gedichten und Kurzgeschichten und gibt ihre Erfahrung heute als Leiterin von Schreibseminaren weiter. In ihrer Krimireihe um Ermittlerin Sandra Horvat spürt man in jeder Zeile die Liebe zu ihrer kroatischen Heimat.


Mascha Dabić, 1981 in Sarajevo geboren, übersetzt Literatur aus dem Balkanraum, u. a. Ausgehen von Barbi Marković für Suhrkamp. Studium der Translationswissenschaft (Englisch und Russisch). Lebt in Wien und setzte sich journalistisch mit dem Phänomen Migration auseinander (daStandard.at), arbeitet als Dolmetscherin im Asyl- und Konferenzbereich und lehrt an den Universitäten Innsbruck und Wien. Mit ihrem Debütroman Reibungsverluste wurde sie von Daniela Strigl für den Franz-Tumler-Literaturpreis nominiert und landete auf der Shortlist Debüt des Österreichischen Buchpreises 2017; 2018 erhielt sie den Literatur-Förderungspreis der Stadt Wien.


Jagoda Marinić, die 1977 als Tochter kroatischer Einwanderer im schwäbischen Waiblingen geboren wurde, schreibt Erzählungen, Theaterstücke, Essays und Romane. Schon über ihr Erstlingswerk „Eigentlich ein Heiratsantrag“ sagt Suhrkamp-Verleger Siegfried Unseld, als er ihr den fertigen Geschichtenband überreicht: „So ein Buch will man geschrieben haben.“ Jagoda Marinić studiert in Heidelberg Politikwissenschaft, Germanistik und Anglistik. Sie geht nach Kroatien, lebt in Split und Zagreb, später in Berlin. Sie arbeitet in den USA, in Kanada, in Rumänien. Und überall hört sie genau hin, hält die Augen offen, sammelt Eindrücke und Stimmungen, fängt Geschichten ein. Jagoda Marinić kann das: Erzählen. Den Leser, aber auch ihren Zuhörer fesseln: in der Literatur wie im wahren Leben. Weil sie für das brennt, was sie vertritt. Weil sie die passenden Worte findet – und den richtigen Ton. Weil sie tough ist und zart zugleich. Sie schreibt feinsinnig, spricht aber da, wo es ihr ein Anliegen ist, eine klare Sprache, vertritt ihren Standpunkt – mit sanftem Nachdruck, immer mit Bedacht. Man hört der Autorin gern zu, aber auch sie hat diese Eigenschaft, auf die es zwischen den Menschen so sehr ankommt: Jagoda Marinić kann zuhören.


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