Grußwort von Diana Stachowitz zur Eröffnung der Balkantage 2018

Grußwort von Diana Stachowitz zur Eröffnung der Balkantage 2018

Grußwort von Diana Stachowitz zur Eröffnung der Balkantage 2018

Grußwort von Diana Stachowitz zur Eröffnung der Balkantage 2018

24 Feb 2018 - 24 Feb 2028

Sehr geehrter Herr Dr. Hüttner, sehr geehrte Frau Klepo, sehr geehrter Herr Rossig, sehr geehrte Frau Bremer, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste der Balkantage, 

ich freue mich, dass ich heute mit Ihnen die Eröffnung der Balkantage feiern darf! Seien Sie alle herzlich Willkommen! „Traumland Deutschland“ lautet das diesjährige Motto der Balkantage. Und ja, für viele ist Deutschland ein Traumland. Wir haben einen gut funktionierenden demokratischen Rechtsstaat mit einer florierenden stabilen Wirtschaft. Viele Menschen, die in ihren Heimatländern keine Zukunft mehr für sich sehen, kommen zu uns, um hier eine bessere Lebensperspektive zu haben. Dazu gehören vor allem auch junge Menschen aus den Balkanländern, die eine gute Ausbildung genossen haben, nun aber keinen Arbeitsplatz finden und so jegliche Hoffnung verlieren. So groß ist Ihre Notsituation, dass sie Ihre Heimat, Familie und Freunde aufgeben, um im „Traumland Deutschland“ ihr Glück zu suchen. Sie wollen es hier besser haben. Aber manchmal erfüllt das „Traumland“ nicht alle Erwartungen, sondern verkehrt sich in das Gegenteil - die Enttäuschungen sind dann groß. Die diesjährigen Balkantage spüren diesen Menschen nach und versuchen, ihre Ängste, Wünsche, Hoffnungen und Träume darzustellen. Denn diese geschichtliche Entwicklung ist nicht neu: Bereits vor fünfzig Jahren kamen die ersten jugoslawischen Gastarbeiter nach Deutschland, um die boomende deutsche Wirtschaft am Laufen zu halten. Viele Gastarbeiter kamen damals voller Hoffnungen ins „Traumland Deutschland“, oft blieben sie länger als gedacht. Die Intwar sie auch gar nicht politisch gewollt. Auch diese Geschichten möchten die Balkantage erzählen… Das „Traumland Deutschland“ ist jedoch nicht nur wirtschaftlich zu sehen. In den Zeiten der Balkankriege wurde Deutschland vielen Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten, ein sicherer Zufluchtsort. Nun werden viele Geflüchtete wieder zurückgeschickt und müssen das „Traumland“ verlassen, in dem sie sich oftmals schon eine Existenz aufgebaut haben. Auch diese - oft unglücklichen - Geschichten werden von den Balkantagen beleuchtet. Sehr geehrte Damen und Herren, die Balkantage sind mittlerweile ein fester Bestandteil der Münchner Kulturlandschaft. Mit einer spannenden Mischung aus Diskussionsrunden, Ausstellungen, Filmvorführungen, Lesungen und Folkloredarbietungen sorgen sie dafür, dass die Münchnerinnen und Münchner diese unglaubliche kulturelle Vielfalt Südosteuropas fernab jeglicher Klischees näher kennenlernen können. Durch die jeweiligen Jahresmottos geht nie Aktualität und Brisanz sowie der Bezug zum aktuellen Zeitgeschehen verloren. Die Balkantage sorgen dafür, dass die unterschiedlichen Kulturen und die Menschen sich näher kennenlernen, miteinander ins Gespräch kommen und voneinander lernen können - Vorurteile und Berührungsängste werden so abgebaut. Das macht die Balkantage für unser Münchner Kulturleben so wertvoll. Denn Kultur ist auch immer die Verbindung zwischen alter und neuer Heimat, die Verbindung zwischen den Menschen. Ich denke, dass wir alle nur davon profitieren, wenn wir uns für andere Gewohnheiten, Sitten und Gebräuche öffnen, voneinander lernen und vor allem: Miteinander sprechen! Nur wenn wir miteinander im Gespräch bleiben, lernen wir die „Träume“ und Wünsche des jeweiligen anderen kennen - ob es ein „Traumland“ gibt oder ob der Schuh woanders drückt. Und: Wie wir helfen können!   In diesem Sinne danke ich dem Verein „Hilfe von Mensch zu Mensch e.V.“ herzlich für das großartige Engagement und die Organisation der Balkantage und wünsche uns allen spannende und vielfältige Einblicke in die südosteuropäische Kultur! Haben Sie nun alle einen schönen Abend mit einer spannenden Podiumsdiskussion! Und nutzen Sie das umfassende Programm der Balkantage - es lohnt sich! 

Herzlichst, 

Ihre Diana Stachowitz

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