Film ab!

Mit dem preisgekrönten serbischen Actionthriller „Južni vetar“ (Südwind) starteten die 13. Balkanfilmtage am vergangenen Freitag im Münchner Gabriel Filmtheater. Nach der Begrüßung von Oliver Tataru, dem Programmgestalter der Balkanfilmtage, und einem Auftritt der bosnischen Folkloregruppe „BKUD Behar“ öffnete sich der Vorhang und entführte die Zuschauer im ausverkauften Kino in die Welt der Belgrader Automafia.

           










Im Leben von Petar Maraš (Miloš Biković), Mitglied der Belgrader Auto-Mafia, läuft zunächst alles nach Plan. Er zieht aus seinem Elternhaus aus, um mit seiner langjährigen Freundin Sofija zusammenzuziehen. Seine Aufträge für die Mafia funktionieren lange Zeit reibungslos. Doch eines Tages unterläuft ihm ein gravierender Fehler, durch den er einem brutalen Drogenclan in die Quere kommt. Im Film zeigte der Schauspieler Miloš Biković sein Talent und sein Können. Biković ist schon in Amerika bekannt geworden. 

Bis Ende März werden im Gabriel Filmtheater mehrere interessanten Filme aus dem Balkan (mit englischen Untertitel) gezeigt und dazu werden die spannende Filmgespräche geführt. 

Nikola Kojo und Burim Haliti, zwei der prominentesten Gesichter der Protestbewegungen für mehr demokratische Freiheiten in Serbien und im Kosovo, diskutieren am 21. März auf den Balkanfilmtagen gemeinsam über die politische Situation auf der Balkanhalbinsel, die Filmindustrie und ihre neusten Projekte. 

Nikola Kojo, serbischer Schauspieler, Produzent und Aktivist, erlangte durch Filme wie „Parada“, „Pretty Village“ oder „We Are Not Angels“ Bekanntheit. Er engagiert sich politisch als einer der Anführer der Bewegung #1od5miliona (1 von 5 Millionen), die in Serbien seit Wochen gegen den autoritären Führungsstil des Präsidenten Aleksander Vucic und für freiere Medien und fairere Wahlen auf die Straßen geht. Auslöser der Proteste war ein Angriff auf den Oppositionspolitiker Borko Stefanovic im Dezember letzten Jahres. Inzwischen haben sich dem Protest tausende Menschen in vielen Städten angeschlossen. Am 20. März wird Nikola Kojo im Gabriel Filmtheater seinen neuen Film „Stado“ vorstellen, eine Komödie über das Drama hinter der Kamera und dem Glitzern des roten Teppichs. 

Burim Haliti, Schauspieler, Regisseur und Aktivist, engagiert sich im Kosovo für eine demokratischere Gesellschaft und ist in der Opposition aktiv. Die Filme „Hekurishtja“ und „Intervista: The Interview“ machten ihn weit über den Balkan hinaus bekannt. 
Am 21. März findet um 17:30 Uhr im Anschluss an die Vorführung des Kurzfilmes „Silence“ über die Deportation albanischer Zivilisten im Kosovo 1999, eine Gesprächsrunde mit Nikola Kojo, Burim Haliti und Oliver Tataru statt. Dabei wird es auch um die aktuell politische Situation, Proteste und Demokratie in Serbien und dem Kosovo gehen. 

Außerdem werden auf den Balkanfilmtagen vom 15. – 24. März weitere preisgekrönte Filme, wie „In praise of nothing”, ein Film mit Iggy Pop über das Nichts, das endlich richtig verstanden werden möchte oder „Die andere Seite von Allem“, ein Film der von Widerstand, Rebellion und Hoffnung in Serbien handelt, gezeigt. 

Unserem Programm können Sie hier finden:
https://www.balkantage.org/programm-2019

  

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