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Sonntag, 2. April 2017

Eine beeindruckende, musikalische Reise

Die berühmte Sopranistin Elvira Hasanagic nahm die Besucher des gestrigen Konzerts im Gasteig mit auf eine stimmgewaltige, musikalische Reise durch den Balkan. Sie sang Lieder bekannter Komponisten des Balkans, die ihren Ursprung in Volks- oder Kinderliedern haben. Begleitet wurde sie dabei kongenial von der Pianistin Tatjana Blome. Neven Klepo führte als Moderator mit Witz und Wissen kurzweilig durch den Abend.

Die Reise begann in Bosnien-Herzegowina mit den zu Herzen gehenden Liedern von Milan Prebanda, der in seine Kompositionen Elemente der Volksmusik Bosien-Herzegowinas aufnahm und 1979 in Sarajewo verstarb. Das wunderschöne Lied "Azemina" bildete den Abschluss. Danach ging es weiter in Serbien. Frech und ausgelassen präsentierte Hasanagic unter anderem das närrische Lied "Šašava pesma" von Komponist Konstantin Babić, lange Professor für Musik in Belgrad und erst 2009 verstorben.

Für Kroatien standen die Lieder des Komponisten und Dirigenten Ivan pl. Zajc. Als Patriot wünschte er sich sehnlichst die Vereinigung der fünf kroatischen Gespanschaften und die Befreiung Kroatiens von Österreich-Ungarn. Dies ließ er stets in seine Werke einfließen. Besonders beeindruckend das Lied "Domovini i ljubavi". Die Reise führte schließlich nach Slovenien mit Liedern von Slavko Osterc, der unter anderem in Prag studiert und an der Musikakademie Lubljana unterrichtet hatte. Er adaptierte das Kinderlied "Biba leze", der Käfer krabbelt, mit dem die Reise ihr Ende fand.

Kulturtag „Möglichkeitsräume“, in Mühltal

Premiere im Mühltal!

Die Balkantage finden das erste Mal außerhalb Münchens statt - mit dem Untertitel „Möglichkeitsräume“ im Forsthaus Mühltal. In Kooperation mit Hilfe von Mensch zu Mensch e.V. hat die Kulturgestalterin Elisabeth Carr, Gründerin der Veranstaltungsreihe „Kunsträume am See“, ein buntes Programm zusammengestellt.

Zu Beginn setzte sich der Bezirksheimatpfleger Dr. Norbert Göttler in seinem Vortrag mit dem Begriff „Heimat“ auseinander. Die Schlussworte machten alle nachdenklich: Er wird oft gefragt, ob er in einem Satz sagen könne, was Heimat sei. Gerade die Menschen, die dies auf Anhieb können, betonte er, machen ihm Angst, „denn sie wissen genau, wer nicht dazu gehört“.

Es folgten eine Lesung von Denijen Pauljević, Autor aus München, mit „Mimicria“, und Isabella Feimer, angereist aus Wien, die aus ihrem Buch „Der afghanische Koch“ las – über die Beziehung eines afghanischen Kochs und einer Wiener-Kellnerin.

Der aus Belgrad stammende bildende Künstler Rajko Musulin blies in sein Alpenhorn, unterstützt von drei weiteren Alpenhorn-SpielerInnen. In einer kleinen Ausstellung konnte man seine abstrakten Skulpturen und Bilder bewundern.
Abschließend gab es ein Konzert von „Saltimora“ – lebendige Mischung aus Balkan- und Klezmer-Musik, die auch Sadija Klepo, Gründerin des Vereins Hilfe von Mensch zu Mensch e.V., zum Tanzen brachte.Dazu Balkan-Kulinarik aus der HvMzM-Kantine, geführt von Denija Avdic.

Dabei waren prominente Gäste aus Starnberg und Umgebung, unter ihnen auch die Kulturreferentin Barbara Beck, die mit einer Spende den Kulturtag unterstützt.

Förderung

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Kooperation

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