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Samstag, 1. April 2017

Balkanfilmtage - "Losers" und "Chasing a Dream"

Der Film "Losers" (Originaltitel: "Karatsi") des bulgarischen Regisseurs Ivaylo Hristov ist eine coming-of-age Tragikkomödie, die in einer unbenannten grauen Industriestadt spielt und von jungen Menschen ohne Perspektive handelt. Im Zentrum des Geschehens sind die schöne Elena, die gerne provoziert und auch mal zuhaut, aber eigentlich eine große Sängerin werden will, und Koko, der unsterblich in Elena verliebt ist und sich selbst titelgebend als "Loser" bezeichnet, aber eigentlich ein guter Kerl ist und sich um seine an Alzheimer erkrankt Oma kümmert. Die beiden gehen zusammen in die Schule und sind umgeben von Elend und Hoffnungslosigkeit. Etwas Bewegung kommt in den grauen Alltag durch den angekündigten Auftritt einer Rockband, dem vor allem die jungen Frauen entgegen fiebern. 

Der Regisseur zeichnet die Charaktere mit viel Herz und Einfühlungsvermögen und erzählt auf eine humorvolle Art und Weise die universelle Geschichte des Erwachsenwerdens durch bereits bekannte Motive wie Aufeinanderprallen der Generationen, Herzschmerz, Freundschaft, Liebe und Sex im unteren sozialen Milleu Bulgariens indem er die jungen Mensch von Studenten spielen lässt, was dem Film seine besondere Authentizität verleiht. 

Der Film ist im Jahr 2015 durch den "Grand Prix" des Moskauer Filmfestivals ausgezeichnet worden. 

In der Dokumentation mit dem Titel "Chasing a dream" (Originaltitel "U potrazi za snom") sucht der bosnisch-serbische Regisseur Mladen Mitrovic die Darsteller seines ersten Films auf, die durch den Krieg in der ganzen Welt verstreut wurden und bringt sie noch einmal in Sarajevo zusammen. Inspiriert von einem Lied seiner ehemaligen Filmkomponistin, die unter dem Eindruck des Tsunamis in Japan stehend, mit Mitrovic skypt und ihm sein Leitmotiv für die Dokumentation gibt, nämlich, dass das Leben ein unaufhaltsamer Fluß sei, dem der Mensch folgen muss. Daher begibt sich der Regisseur auf eine Reise durch die Welt, auf der er elf junge Männer findet, die er durch seinen Film zu einem Fußballspiel in dem Stadion ihrer Lieblingsmannschaft "Zeljeznicar" zusammenbringt und sie währenddessen einen Teil ihrer Kindheit wiederfinden. Im Laufe des Films erzählen sie ihre individuellen und sehr verschiedenen Geschichten und verraten dem Zuschauer ihre Träume. Am Ende stehen sie zusammen als Symbol dafür, dass ein Zusammenleben in Bosnien und Herzegowina unabhängig von ethnischer und religiöser Unterschiede möglich zu sein scheint.

"Chasing a Dream" hat 2015 den Publikumspreis des Sarajevo Film Festivals gewonnen.

Mladen Mitrovic war auch bei der Vorführung seiner Dokumentation anwesend und hat dem begeisterten Publikum einige aufschlußreiche Details zur Entstehung des Films gegeben. Er hat auch die Pläne für seinen neuen Film offenbart, der bestimmt bei den zukünftigen Balkantagen gezeigt werden wird.

 

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