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Balkantage 2018

„Traumland Deutschland“

23.02.-24.03.2018

Das schmerzliche Aspekt des „Traumlandes Deutschland“ vollzieht sich heute, wenn die meist noch vor den Toren der Europäischen Union verharrenden künstlichen Balkanländer ausbluten, indem ihre ausgebildeten jungen Kräfte in ihrem Land keine Perspektive finden und das „Traumland Deutschland“ aufsuchen, um Arbeit und Verdienst zu finden. Das wird vor allem Thema unserer Balkantage sein. 

Wir wollen auf die Vereinbarung zwischen dem jugoslawischen Staat und der Bundesrepublik vor 50 Jahren erinnern, als die beiden Länder beschlossen, Arbeitskräfte aus Jugoslawien nach Deutschland zu bringen, damit die boomende Wirtschaft ihr Wachstum beibehalten konnte und gleichzeitig den arbeitslosen Menschen eine Chance gegeben wurde. Dass sich das „Traumland Deutschland“ für die einzelnen Menschen in vieler Hinsicht anders darstellte und die Entwicklung der „Gastarbeiter“ anders verlief als das die Staatslenker sich vorgestellt hatten, ist eine andere Geschichte, die aber bei den Balkantagen angesprochen wird.

Der zweite Aspekt erinnert an die unseligen Balkankriege, als das „Traumland Deutschland“ für viele Hunderttausend Menschen, insbesondere aus Bosnien-Herzegowina, einen Rettungsanker darstellte, indem es die Flüchtlinge aufnahm und ihnen während und oft auch nach dem Krieg eine Überlebenschance bot. Dass die forcierte Rückbesiedlung einen dunklen Punkt brachte, ist eine andere Geschichte, der aber auch zusammen mit der unglücklichen Rolle Deutschlands bei der Zerschlagung des jugoslawischen Staates bei den Balkantagen beleuchtet werden soll.

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